Lit. Fass-Säule   
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  © D. Engelberth, 2004 Europa (Adventskalender)
  © D. Engelberth, 2004 Europa (Renaissance - Fotografie - 18.12.2000)

                                                 
Chimären-Panorama

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                                                  Männer - Nacktheit II - Hester XIV

                                                 
Nacktheit. Wiederkehrendes Traummotiv. So vor einigen Wochen in dem filmszenischen Westernstädtchen. Keine Nachbildung, kein Freizeitpark. Filmszenisch-reale Welt. Am Rande einer Halbwüste, Steppe. Von dort Wind, Sturm. Einzelne kugelige Ballen aus Dorngebüsch, die hinein, durch die Straßen geweht werden. Die Bewohner in den Holzhäusern geborgen. Hier verbleiben sie, bis es vorbei ist, sie wieder Tiere einzufangen, Zäune zu reparieren haben. Oder was sonst an neuem, wiederkehrendem Tagewerk zu verrichten ist. In der großen Straße, Meter entfernt von all den Holzveranden, liegt ein Fremder. Stark. Jung. Lebendig. Nur noch fähig zu liegen. Bekleidet mit einer selbstgegerbten, selbstgenähten Hose. Nur mit der Hose und den Dornen. Die Dornen der mannshohen Büschel. Die nicht über die offenen Veranden, sondern über ihn wehen. Die sich in seine Fußsohlen fressen, ins Leder seiner Hose, in die Haut seines Rückens, sich in seinem Haar verfangen. Mehr war nicht in diesem Traum, rote, beige, braune und graue Farben. Mehr nicht.

Wiederkehrendes Traummotiv. Nacktheit. So in Hesters Tagträumen zu den Freunden. Thorsten, Georg. Beide schon nackt gesehen.

Seitlings neben einer Freundin sieht sie ersteren zu einem Familienfest gehen. Taufe, Hochzeit, einer mehrjährigen Hochzeitswiederkehr. Mit Renaissanceverknüpftem ist sie angetan. Brokathüllen, Spitzen, Tüchern. Haare zu Kringeln. Ineinanderfließende Grüntöne im gesamten Arrangement bis hin zum Fußkleid. Dazu silbergefaßtes Malachit. Er lediglich mit hartgebranntem-ziegelstein-roter Fliege.
Distinguiertheit strahlen sie aus inmitten der anderen Gäste. Schlendernd, mit denen plaudernd, essend, trinkend. Fröhlich.


© by Dietmar Engelberth, 2000


                                                 



© Dietmar Engelberth, 2000